Zur Person

Ladislaus Boros

(* 2. Oktober 1927 in Budapest; † 8. November 1981 in Cham; eigentlich: László Boros) war ein katholischer Theologe und bis 1973 Jesuit.

 

Nach seiner Flucht aus dem kommunistischen Ungarn 1949 studierte Boros Philosophie und Theologie an verschiedenen europäischen Jesuitenhochschulen. 1954 promovierte er in München in Philosophie mit einer Arbeit über das Problem der Zeitlichkeit bei Augustinus. Er wurde 1957 in Enghien (Belgien) zum Priester geweiht und war von 1958 bis 1973 Mitarbeiter bei der Jesuitenzeitschrift Orientierung in Zürich. Ab 1963 hatte er einen Lehrauftrag für Religionswissenschaften an der theologischen Fakultät in Innsbruck.

 

Nachdem er 1973 aus dem Jesuitenorden ausgetreten war und geheiratet hatte, verbrachte er als freier Schriftsteller seine von Krankheit gezeichneten letzten Lebensjahre in der Nähe von Zug.

 

Boros entwickelt im Rahmen der christlichen Eschatologie die sogenannte „Endentscheidungs-Hypothese“, nach der im Augenblick des Todes des Einzelnen alle Einzelakte in eine letztlich gültige Entscheidung für oder gegen Gott zusammengefasst werden. Darüber hinaus vertritt er eine „Theologie der Hoffnung“, in welcher der vor allem im Christusereignis nahe Gott Ziel und Angelpunkt des betenden Denkens ist.

Quelle: Wikipedia

Aphorismen

Der Mensch hat keine Zeit, wenn er sich nicht Zeit nimmt, Zeit zu haben.

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